Nachdem ich Freitag und Samstag ausgeplant und Stadtfest-abstinent war, bin ich dann vorhin nochmal kurz drübergelaufen und hab mir ein oder zwei Bier gekauft. Auf den ersten Blick sah alles aus wie immer. Bemerkenswert war auch der Rahmklecks/Heurekaner-Stand am Mittelaltermarkt. Die Damen wären wahrscheinlich lieber Baden gegangen und hätten am Besten jemandem Platz gemacht, der Lust auf freundliches Bedienen hat. Absolut unbeschreiblich und schämenswert für das Dresdner Stadtfest. Das war zum Glück nicht nur meine Meinung, sonst wäre ich mal in mich gegangen ;-)
Mich würden auch mal allgemeine Meinungen zum diesjährigen Stadtfest 2009 interessieren, welches ja unter einer leicht geänderten Federführung organisiert wurde.
Im Bild zu sehen: Semperoper, Bierstand Feldschlößchen, Salonschiff “August der Starke”. Fotografiert vom Terrassenufer aus.



Kann die Stimmung der Damen eventuell an dem verkauften Produkt liegen?? Ich jedenfalls finde Rahmkleckse/-flecken persönlich echt schlimm und zwar überall!
Nun ja, man hat den “freien Fall” beim diesjährigen Stadtfest wohl doch stoppen können und z. Bsp. mit dem Weindorf einen neuen Treffpunkt eröffnet, der sicher weiter ausbaufähig ist. Tipp: Mehr Sitzplätze dort beim nächsten Mal!!!
Was noch fehlt, sind einige zusätzliche Verpflegungs-USPs, denn irgendwann sieht man, fast schon komatös, nur noch teils recht lieblose Langos- oder Thüringer Bratwurst-Stände. Wildbulette, -burger oder -wurst suchte man eh vergebens, das konnte der nackige* Bulle am Spieß auf der Augustus-Brücke dann auch nicht mehr wett machen.
*nackig= Brötchen, Kaffeelöffel Sud (ins Brötchen!!, nicht übers Fleisch), 4 dünne Scheiben Rind ohne Kruste!! Ärmlich für 4 Euro.
By the way: Es ist zwar nachvollziehbar, aber ebenfalls ein Armutszeugnis, dass ein etabliertes Schwarzbier wie “Eibauer” auf dem Stadtfest nicht zu bekommen ist (ja, ich weiß: die Sponsoren etc. pp). Das sah in den ersten zwei Anfangsjahren doch noch ziemlich anders aus. Aber dem Fest gehts halt teilweise wie dem Postplatz; glattgebügelt bis zur Gesichtslosigkeit.
Ansonsten einigermassen kurzweilig, aber nichts wirklich Fetziges: ich ziehe den Freitagabend vor; da hat man noch Platz und alles wirkt frisch; samstags tagsüber geht auch noch; nach dem Samstags-Feuerwerk sind wir dann umgehend vor den Menschen-Pulks geflüchtet.
Also: ich geb die Hoffnung nicht auf; aber der Patient “Stadtfest” braucht eine Intensiv-Behandlung mit permanten Abstrichen.
PS: Die Stände mit den Tröten hat auch diesmal im Vorfeld keiner verboten…
Ciao bis demnächst von Reinhard
also ich finde den rahmklecks immer sehr lecker.
danke aber für die eindrücke.
gibt es noch mehr meinungen?
Kulinarischer Nachschlag als Alternative zum Stadtfest-Rahmklecks: Probier mal die runden, halbierten, auf der Schnittseite angerösteten (ähnlich Pita)-Fladen mit Knobi-, Zwiebel- oder Lauchquark, die man sich dann am Stand nach Belieben mit Chilli-Pulver, Oliven, Maiskölbchen, Gürkchen, Peperoni, Röstzwiebeln etc. belegen kann. Es gibt kaum was Erfrischenderes, das auch noch so sättigt. Ich spreche da aus langjähriger Mittelaltermarkt-Erfahrung.
Daher kommt bei mir der Rahmklecks auch nicht so gut weg. Ich hoffe doch, wir meinen beide dasselbe; oder etwa nicht??
PS: Vormerken für 2010 –> Rettung vor den ganzen Thuringia-Würsten, -Rostern und -brätln bietet der Schwarzbierfleisch-Stand unterhalb der Brühlschen Terrasse. Orig.-Zitat eines Kunden: “Mit Original Thüringer Gewürzen? Was ham denn die schon ausser Majoran!!??”
Gruß Reinhard